Pain (2011) – Review

15 Feb

Heute war mal wieder einer dieser Tage, an dem ich mich melancholisch gefühlt habe und Lust auf ein Melodrama hatte. Auch wenn das unheilbare Krankheiten und andere altbekannte Handlungsstränge von Melodramen bedeuten sollte, nichts hätte mich heute davon abhalten können diesen Film zu gucken, auch wenn ich schon vorher wusste, dass das ganze in Tränen enden würde. Man muss sich hier nichts vormachen, Poster und Titel des Filmes geben ganz klar an, auf was man sich gefasst machen sollte. Dennoch war der Film eine kleine Überraschung für mich, obwohl manche Handlungsstränge klischeehaft sind, hatte der Film auch viel Innovatives und an manchen Stellen sogar einen zwar etwas eigensinnigen, aber guten Humor.

Nam Soon (Kwon Sang Woo – Cinderella Man) spürt keinen Schmerz, das kommt ihm in seinem Job als Geldeintreiber zu gute. Dong Hyun (Jung Ryu Won – History of the Salaryman) ist sensibel, was Schmerz betrifft, da sie die Bluterkrankheit hat und wie in dem Sprichwort Gegensätze ziehen sich, sind es natürlich genau diese beiden Menschen, die sich begegnen und ineinander verlieben.

Zum groben Handlungsverlauf muss man nicht viel sagen, denn dieser spiegelt praktisch das 1×1 der Melodramen wieder: die schon erwähnte unheilbare Krankheit, ein zurückgezogen lebender Protagonist mit dunkler Vergangenheit, eine etwas eigenartige Protagonistin, die sein Leben wieder erhellt und ein sehr vorhersehbares Ende. Ein wenig störend empfand ich auch die vielen Szenen, in denen Gewalt vorkam. Man hat schon nach der ersten Szene verstanden, dass der Protagonist keinen Schmerz empfinden konnte, deswegen waren die zahlreichen Szenen, in denen er verprügelt wurde, nicht unbedingt nötig.

Was den Film aber so besonders gemacht hat, waren die Details, die mich wirklich positiv überrascht haben. Ich habe mich mehrere Male dabei erwischt wie ich bei der ein oder anderen Szene geschmunzelt habe und bei einer Stelle habe ich sogar laut gelacht. Die Tatsache, dass mir der Film in Endeffekt gefallen hat, ist also dem schwarzen Humor zu verdanken, aber auch den Schauspielern, die Leben in ihre Rollen gehaucht haben. Das ist das erste Mal, das ich Kwon Sang Wo gesehen habe und er hat mich gleich mit seinem Talent bezaubert.  Ohne ihn hätte mir der Film wahrscheinlich nur halb so gut gefallen. Auch die Liebesgeschichte zwischen den beiden Hauptdarstellern hat sich durch die tolle schauspielerische Leistung echt angefühlt und einen dazu gebracht jede Sekunde mitzufiebern. Sang Wos Gesichtsausdruck, wenn er die Protagonistin angesehen hat, hat mich fast zum Schmelzen gebracht.

Schlussendlich würde ich sagen, dass dieser Film mir im Vergleich zu vielen anderen Melodramen besser gefallen hat (siehe z.B. Always), da er einen etwas merkwürdigen Charme hatte, den ich so noch in keinem Film gesehen habe. Ich wünschte nur, das Ende wäre ein wenig origineller gewesen, dann könnte ich dem Film eine bessere Bewertung geben, aber bis ich einen melodramatischen Film finde, der ein innovatives Ende vorweisen kann (wer Empfehlungen hat, bitte melden), bleibt dieser Film erst einmal auf meiner Nummer eins aller Melodramen, die ich bisher gesehen habe.

Bewertung: 7/10

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Eine Antwort to “Pain (2011) – Review”

  1. Eriinnye 16/02/2012 um 12:46 pm #

    Ich habe auch manchmal so Tage, an denen ich solche Filme schauen kann, der letzte Heul-Film war glaube ich A Millionaire’s First Love, zu blöd, dass ich damals nicht die Synopsis gelesen habe und nicht wusste, dass das ein Film zum Heulen ist – hier warnt der Titel und das Cover immerhin vor xD
    Danke für den Tipp, ich werdes auf meine MDL Liste packen und als Notiz: „Wenn du mal wieder flennen willst“ und deine Review hinzufügen ;D

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