Always (2011) – Film Review

9 Feb

Cheol-Min (So Ji Sub – Road No.1, Cain and Abel), ein Ex-boxer mit dunkler Vergangenheit, lernt auf seinem Nebenjob als Parkplatzwächter, die nach einem Unfall immer weiter erblindende Jung Hwa (Han Hyo Joo – Shining Inheritance) kennen. Jung Hwa hatte mit dem früheren Parkplatzwächter, einem älteren Herren, immer zusammen Dramen „gesehen“ und verwechselt Cheol Min mit dem alten Mann zuerst, da sie ihn ja nicht sehen kann. Nachdem das Missverständnis aber geklärt ist, kommt sie trotzdem weiter zu der kleinen Kabine in der Cheol Min arbeitet und nach einiger Zeit verlieben sie sich ineinander. Doch ihr Glück wird getrübt als Jung Hwa eine teure Augen OP braucht, um nicht für immer komplett zu erblinden und Cheol Min vor einer schweren Entscheidung gestellt wird.

So simpel wie der Plot klingt ist auch der ganze Film. Was wir hier vor uns haben, ist ein Melodrama, wie es im Buche steht und die Handlung erinnert mehr an ein typisches koreanisches Musikvideo einer Ballade als an einen Film, der auf Filmfestspielen gezeigt werden würde. Ja, vielleicht bin ich ein wenig überkritisch, was diesen Film betrifft, aber da der Film auf dem Busan Filmfestival gezeigt wurde, hatte ich ziemlich hohe Erwartungen, die leider nicht erfüllt worden sind.

Damit will ich nicht sagen, dass der Film furchtbar schlecht ist, sondern dass ich mehr Originalität und weniger Klischees erwartet habe und deswegen so enttäuscht gewesen bin. Es gibt keinen einzigen Nebencharakter, der auch nur im entferntesten interessant ist und nicht nur in den Film eingebaut wurde, um die Handlung voranzutreiben. Der schmierige Boss der Protagonistin ist da wohl das beste Beispiel, denn etwas anderes als Jung Hwa sexuell zu belästigen, damit Cheol Min sie retten kann, hatte der in diesem Film nicht zu tun.

Nun kann ich damit Leben, wenn Nebencharaktere nur dazu da sind, den Plot voranzutreiben, wenn die Handlung dann wenigstens interessant ist und einen mitfiebern lässt, aber auch da wurde ich bitter enttäuscht. Die ganze Story fühlt sich so an als wäre sie aus allen möglichen Drama Klischees zusammengestrickt worden. Wir haben eine Waise, eine möglicherweise unheilbare körperliche Behinderung, einen Mann, der eine harte Schale aber einen weichenKern hat und eine düstere Vergangenheit hat und nicht zu vergessen ein in sich verwobenes Schicksal der beiden Protagonisten, dass eigentlich unrealistischer kaum sein könnte.

Trotz meiner Enttäuschung habe ich aber keine nachtragenden Gefühle für diesen Film und das ist allein den beiden Hauptdarstellern zu verdanken, die dafür gesorgt haben, dass ich ihre Charaktere mochte und wollte, dass die beiden ein glückliches Ende zusammenfinden. Also ja, theoretisch würde ich diesen Film an jeden weiterempfehlen, der Melodramas gut findet und kein Problem mit Klischees hat, denn in diesem Rahmen kann man schon sagen, dass der Film gut war. Wer aber von einem Film erwartet, dass er originell und unvorhersehbar ist, ist hier an der falschen Adresse.

Bewertung: 6/10

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Eine Antwort to “Always (2011) – Film Review”

  1. Eriinnye 14/02/2012 um 1:51 pm #

    Dann ist der Film wohl genauso wie ich ihn mir vorgestellt habe ^^ Ich werde ihn von meiner Liste streichen – danke 🙂

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