Hungry – Erste Eindrücke

7 Feb

Da ich nicht so viele japanische Dramen gucke, habe ich Mukai Osamu erst entdeckt als ich mir den Film „Paradise Kiss“ angesehen habe. Der Film hatte zugegebenermaßen viele Schwachstellen, aber er hat mich einen Nachmittag lang gut unterhalten und mich zum Fan von Mukai Osamu gemacht. Was will man mehr? Also habe ich mir damals seinen Lebenslauf angesehen und mir fest vorgenommen eines seiner zahlreichen Dramen zu gucken, aber es dann doch nicht getan. Bis vor einer Woche! Denn dann habe ich sein neues Drama „Hungry“ entdeckt und mich sofort verliebt.

Die Story ist schnell erzählt. Mukai spielt einen ziemlich unerfolgreichen Rock Musiker, der in einer Band Bass spielt und mit dreißig entscheidet, dass es Zeit ist, die Musikerkarriere aufzugeben. Was vielleicht nicht die schlechteste Entscheidung ist, denn seine Kochkünste sehen besser aus als sein Musiktalent.

Der Grund dafür, dass er diese Entscheidung trifft, ist vor allen Dingen der Tod seiner Mutter, die ein erfolgreiches französisches Restaurant geführt hat und immer gehofft hat, dass Eisuke dieses eines Tages übernimmt. Doch Eisukes Vater verkauft das Restaurant an einen schleimigen, geldgierigen Mann, der das Restaurant komplett renoviert und daraus einen Edelschuppen macht.

Eisuke sieht sich also gezwungen sein Restaurant woanders aufzumachen und zieht mit samt seiner Bandkollegen in eine Art Lagerhalle, die im Vergleich zu dem alten Restaurant seiner Mutter natürlich aufgrund der Atmosphäre und der Lage kaum Leute anlockt. Es ist also prinzipiell eine Underdog-Geschichte, in der der kleine Geschäftsmann Eisuke versucht gegen den großen Geschäftsmann, der das Restaurant seine Mutter gekauft hat anzukommen. Das ist erst mal nichts Besonderes, und auch wenn das französische Essen gut aussieht und man definitiv „hungry“ ist, nachdem man das Drama gesehen hat, wäre das wohl kein Grund für mich jede Woche wieder einzuschalten.

Die liebenswerten Charaktere und der mangaartige Humor machen das Drama aber zu einem Gute Laune Drama, das einen nach einem tristen Tag das Leben wieder ein wenig versüßen kann.

Mukais Charakter hätte leicht auch in die Kategorie „arrogantes A-loch“ fallen können. Rocker und guter Koch? Der muss doch einfach gemein zu Frauen sein und sich für den Tollsten halten. Tut er aber nicht. Er ist viel mehr wie ein kleiner Welpe, ein wenig verloren in der großen Welt, auch wenn er das Potenzial und Talent hat, etwas zu erreichen, weiß er nicht wirklich, wie er das am besten umsetzen soll, und muss akzeptieren, dass Erfolg nicht einfach so vom Himmel fällt. Mukai spielt Eisuke super und es macht Spaß ihm dabei zuzusehen, wie er mit Mühe und Not versucht sich über Wasser zu halten. Habe ich schon mal erwähnt, dass ich verzweifelte Männer in Dramen oder Filmen attraktiv finde? Na gut, ich schweife ab.

Die Nebencharaktere sind nicht ganz so ausgereift wie Mukais Charakter und wirken manchmal ein wenig klischeehaft, so wie man es aus Mangas gewöhnt ist, aber das stört mich nicht weiter, denn sie dienen ihren Zweck und bringen ein wenig Humor in die Story.

Und nicht zu vergessen Chie, die sich in Eisukes Essen verliebt und später auch in ihn. Ich hoffe, dass sie die Protagonistin ist und nicht Eisukes Freundin, weil die mich langweilt, sobald sie in einer Szene erscheint. Bei Chie trifft es im wahrsten Sinne des Wortes ein, dass die Liebe durch den Magen geht.

Fazit: Wahrscheinlich nicht das originellste Drama von Welt, aber dafür bescherrt es einem gute Laune und ist nett anzusehen. Man sollte nur vorher etwas gegessen haben, sonst könnte es sein, dass man ganz schnell superhungrig wird.

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