Jahresrückblick 2011 – Meine Top 10 im K-Dramaland

30 Dez

Das Jahr 2011 war ein Jahr von Höhen und Tiefen für mich. Obwohl meine Begeisterung für Dramen ein wenig nachgelassen hat, so wie es wohl mit vielen Dingen im Leben ist nachdem man sich erstmal an sie gewöhnt hat, habe ich dafür meine Liebe zur koreanischen Kultur mit der Entdeckung von K-Pop wieder geweckt. Bevor ich also zu meiner Top 10 Dramaliste komme hier eine Liste von Liedern, die mich dieses Jahr zum eingschworenen K-Pop Fan gemacht haben (in keiner bestimmten Reihenfolge):

Infinite – Paradise
Infinite – Before the Dawn (Ich liebe liebe liebe die Choreographie)
2NE1 – I’m the best
2NE1 – Hate you
2NE1 – Ugly
2NE1- Lonely
Big Bang –  Tonight
Big Bang – Love Song (Ich liebe liebe liebe das Video)
B2ST – Fiction
Wondergirls – Be my Baby
CN Blue – Alle Lieder (Und Live sind sie auch gut!)
TVXQ – Keep your head down
MBLAQ – Mona Lisa
Brown Eyed Girls- Sixth Sense
Brown Eyed Girls – Cleansing Cream
und im Prinzip noch viele mehr…

Nun war ich Anfang letzten Jahres wohl kurz davor den K-Dramen abzuschwören,  da es immer weniger Dramen gab, die mich in ihren Bann ziehen konnten, doch dann kam City Hunter und mit Lee Min Ho in engen knallpinken Hosen als Kämpfer für Gerechtigkeit kam auch mein Verständnis zurück warum ich überhaupt so ein großer Fan von K-Dramen geworden bin: Wenn ein Cliffhanger das Herz höher schlägen lässt, Adrenalin durch die Adern pumpt und man sich vor Aufregung auf die nächste Folge alle Fingernägel abkaut, wenn man durch eine simple Szene in Heulkrämpfe der Extraklasse verfällt, wenn man Gänsehaut bekommt durch die perfekte Mischung von Musik, Kulisse und Atmosphäre, wenn man plötzlich seinen Style nochmal komplett überdenkt und den ganzen Tag Hunger auf Bibimbap hat – dann versteht man wieder was einen ursprünglich so in den Strudel der K-Drama Sucht gezogen hat.

Hier ist die Top 10 der Dramen, die mich emotional am meisten mitgerissen haben und dafür auch für immer einen Platz in meinem Herzen haben werden.

 
Platz 10 – Best Love

Wie in dem Titellied der Serie „Du geun Du geun (Heartbeat)“ hat auch mein Herz bei einigen Szenen laut geklopft. Grund dafür war neben der, wie immer bei den Hongschwestern, zuckersüßen und oft urkomischen Handlung, vor allen Dingen das Aufgebot an tollen Schauspielern. Es ist kein Geheimnis, dass ich ein großer Fan von Gong Hyo Jins natürlichem Charme bin und auch in diesem Drama hat sie nicht enttäuscht. Trotz allem Herzrasen, die das Drama durchaus verursacht hat, landet es dennoch nur auf Nummer 10, weil es mir einfach zu voll gepackt mit Witzen und Metaphern war. Vor allen Dingen, die Herz Metapher war am Ende des Dramas so ausgelutscht, dass ich sie irgendwann schon beinahe lächerlich fand. Und so sehr ich Cha Seung Won auch verehre, wenn er versucht komisch zu sein, sieht das manchmal einfach zu künstlich und gezwungen aus und das hindert einen oft daran sich wirklich in das Drama einzufinden.

 
Platz 9 – 49 Days

49 Days hat mich mit seinen Cliffhangern fast in den Wahnsinn getrieben. Die Story an sich wäre wahrscheinlich nicht halb so Suchterregend gewesen, wenn die Cliffhanger am Ende einer jeden Folge nicht so verdammt spannend gewesen wären, dass man tausendmal die Internetseite seines Vertrauens aktualisiert um endlich die nächste Folge mit Untertiteln gucken zu können. Von der schauspielerischen Leistung wahrscheinlich eher im Mittelfeld und auch Soundtrack, Kulisse und Regie haben mich nicht unbedingt vom Hocker gehauen, aber die Cliffhanger haben es von einem durchschnittlichen Drama in meine Top 10 dieses Jahres gehoben. Die Moral von der Geschicht‘ hat alle Fans des Dramas in zwei Lager geteilt, nur ich kann mich nicht so recht entscheiden auf welcher Seite ich stehe. Ich habe das Ende nicht unbedingt gemocht, aber ich hab mich danach auch nicht betrogen gefühlt, wie es bei anderen Serien mit derartigen Enden manchmal der Fall sein kann (räusperLosträusper).

 
Platz 8 – Startling By Each Step

Auf der ganzen Welt gibt es wohl kein Drama, das Kitsch so gut vermarktet hat wie Startling by each Step. Die Kulisse ist manchmal so wunderschön, dass sie einem den Atem raubt und die Kostüme, die Musik, die Liebesgeschichte sind gewaltig, so episch, das dieses Drama leicht unter die Kategorie hätte fallen können: „Zuviel ist einfach zuviel“. Doch hier ist alles so gekonnt eingesetzt, dass man nie das Gefühl bekommt, dass man sich gerade den größten Kitsch aller Zeiten anguckt, obwohl man es ja doch tut. Erst hinterher als ich noch lange über dieses Drama philosphiert habe, ist mir aufgefallen wie schnulzig die Handlung gewesen ist (Titanic ist nichts, gar nichts, dagegen), wie dramatisch die Musik (Ein Lied klingt wie eine Mischung aus dem Herr der Ringe und dem Terminator Soundtrack) und wie überdrüber die Szenerie manchmal gewesen ist. An den Schauspielern kann ich jedoch überhaupt nichts aussetzen. Alle haben ihre Rollen perfekt gespielt und nie übertrieben. Vielleicht liegt es daran, dass es auf jeden Fall in meiner Top 10 für 2011 dabei sein muss.

 
Platz 7 – Me too, Flower

Nach den ersten 8 Folgen habe ich es schon auf dem ersten Platz von allen Dramen gesehen, die ich je gesehen habe. Yoon Shi Yoon, ich kann es nur immer wieder betonen, hat seine Rolle so grandios gespielt, dass ich von nun an für immer eins seiner Fangirls sein werde. Ich erinnere mich noch gut daran, dass ich Yoon Shi Yoon in Hongdae gesehen habe, kurz nach seinem großen Hit mit Baker King. Er hat dort ein Straßeninterview gegeben und auch mit seinen Fans geredet. So blind und blöd wie ich damals war, war ich mehr an den verrückten Fans interessiert, die sich mit seinen Bodyguards geprügelt haben als an Yoon Shi Yoon selbst. Das könnte mir heute nicht wieder passieren. Heute würde ich mich glatt zu den Fans gesellen, die mit aller Macht versuchen sich an den Bodyguards vorbei zuquetschen nur um ein Autogramm zu bekommen (und ein Foto und eine Umarmung!).
Yoon Shi Yoon in Hongdae

Aber was ich eigentlich sagen wollte:

1. Teil von Me too, Flower: Mega geil! So gut, dass ich teilweise kurz vorm Hyperventilieren war.

2. Teil von Me too, Flower: Schauspieler geben ihr bestes um dem Drama wieder Leben einzuhauchen, aber die Handlung wird bis zur letzten Folge immer nerviger. Die letzte Folge ist dann wieder gut, aber nicht gut genug um ungeschehen zu machen wie sehr man ab Folge 8 unter den nervigen Missverständnissen gelitten hat.

 

Platz 6 – Girl K

Girl K hat mich kalt erwischt. Ich habe nicht viel von dem Drama erwartet, da es ja auch nur 4 Folgen hatte und ich am Anfang dachte, dass die Handlung schon zu oft verwendet wurde und daher nicht sonderlich interessant für mich werden würde. Teilweise sollte ich damit recht behalten. Die Story ist gut, aber nicht hervorragend, doch die dichte Atmosphäre und die schauspielerische Leistung von der Newcomerin Han Groo sind es die dieses Drama so besonders machen. Han Groo ist so Kickass in diesem Drama, das man meinen könnte sie hätte ihr lebenlang nichts anderes gemacht als Auftragskillerin zu sein und Rachefeldzüge zu starten. Ich bin mir sicher, dass wir von ihr noch viel mehr sehen werden in Zukunft.

 
Platz 5 – White Christmas

White Christmas hat mit Abstand von allen koreanischen Dramen, die ich bis jetzt gesehen habe, die düsterste und best geschriebenste Handlung. Die Autorin von diesem Drama weiß wie meinen einen Spannungsbogen aufbaut und das Finale hat mich fast vom Hocker gerissen. Obwohl alle Schauspieler in diesem Drama relative Newcomer sind, sind sie talentiert genug um ihren Charakteren genug Leben einzuhauchen, damit die Story nicht darunter leidet. Außerdem ist die Autorin wahnsinnig talentiert darin das Seelenleben von Menschen zu beschreiben und man merkt, dass sie großes Interesse an der menschlichen Psyche hat und an der Frage „Was ist eigentlich ‚gut‘ und was ‚böse‘?“. Zusammenfassend könnte man also sagen, dass von der schriftstellerischen Leistung dieses Drama wahrscheinlich meine Nummer 1 für alle Zeiten wäre, aber hier ist es nur auf Platz 5, da so spannend das Drama auch war, es mich emotional nicht so sehr gefesselt hat wie folgende Dramen:

 
Platz 4 – Flower Boy Ramyun Shop

 

Hmm, es geht doch nichts um einen Haufen gutaussehender Männer, die für einen kochen. Aber man soll sich von dem ersten Eindruck nicht täuschen lassen, so oberflächlich ist das Drama nämlich gar nicht. Zu meiner Überraschung hatte das Drama eine viel größere Portion Humor und Herz als ich erwartet hatte und in den ersten paar Folgen hatte ich regelrechte Lachkrämpfe. Metaphern wurden meiner Meinung nach besser verwendet als in Best Love und unsere Hauptdarstellerin ist endlich mal eine Frau, die es ernst meint, wenn sie sagt, dass sie von keinem reichen Prinzen gerettet werden muss. Alle Charaktere sind mehr oder weniger verrückt (eher mehr) und deswegen gibt das Drama einem ein leicht Manga-artiges Gefühl, aber wer diese Art von Humor mag hat somit eins der besten Gute-Laune-Dramen für sich entdeckt. Oh, wie sehr ich ein Drama liebe, das einen zu keinem Zeitpunkt mit Melodrama überrollt und trotzdem Substanz hat!

 
Platz 3 – Vampire Prosecutor

Die Kreuzung von Vampiren und CSI klingt zunächst einmal lächerlich, jedenfalls auf dem Papier. Zugegebendermaßen war ich einer der größten Skeptiker dieses Dramas und habe mich schon bevor die erste Folge ausgestrahlt wurde über den Titel der Sendung (übers. Vampir Staatsanwalt) lustig gemacht. Doch Korea sollte mich mal wieder eines Besseren belehren, denn schon nach der ersten Folge war mir klar, dass ich dieses Drama mögen würde und von Folge zu Folge sollte sich meine Sucht nur noch mehr steigern. Die Fälle sind meiner Meinung nach viel interessanter als die aus jeder beliebigen Folge „CSI Was-auch-immer“ und das Team ist mir im Laufe der Zeit auch sehr ans Herz gewachsen. Damit werde ich auf jeden Fall auch Staffel 2 gucken und küre den Vampire Prosecutor zu dem „Sexiest Vampire Undead“ (Sorry, Twilight Fans). Naja, jedenfalls in meiner kleinen Dramawelt ist er das.

 
Platz 3 (Gleichstand) – Protect the Boss

Wo Vampire Prosecutor das Vampir/Thriller Genre revolutioniert hat, hat Protect the Boss das Rom-Com Genre aufgemischt. Endlich Nebencharaktere, deren einziger Existensgrund es nicht ist böse zu sein und Intrigen zu spinnen und reiche Ahjummas, die so herrlich verrückt sind, dass man sie überhaupt nicht ernst nehmen kann, wenn sie versuchen so zu tun als wären sie jedem überlegen. Am Ende des Dramas wünscht man sich nur man könnte mit diesen liebenswert irren Menschen mal eine Party feiern.

 
Platz 2 – Princess‘ Man

Aus irgendeinem Grund sind genau die Dramen ganz oben auf meiner Liste, die ich eigentlich gar nicht gucken wollte, weil ich dachte, dass mich die Story nicht interessieren würde. Princess‘ Man war da wohl das extremste Beispiel, weil ich mich bis die letzte Folge ausgestrahlt war, vehement geweigert habe auch nur eine einzige Folge zu gucken, trotz der Begeisterungsrufe von vielen Fans dieses Dramas. Eine Romeo & Julia Geschichte, die im koreanischen Mittelalter spielt, das kann doch nichts sein, habe ich mir gedacht und wurde wieder mal eines Besseren belehrt. An diesem Drama ist alles toll, aufregend, herzzerreißend, herzerwärmend und alles Weitere, was man sich von einem guten Drama wünscht. Im Endeffekt war es gar nicht mal so schlecht, dass ich das Drama erst geguckt habe nachdem es komplett untertitelt war, denn dadurch konnte ich mal wieder einen Marathon starten und das Drama innerhalb eines langen Wochenendes verschlingen.

 

Platz 1 – City Hunter

Das Bild oben sagt schon alles. City Hunter hatte die merkwürdigste Marketingstrategie ever. Eine Gruppe von jungen Leuten geht mitten auf der Straße mit einem Hund Gassi und einer von ihnen trägt eine merkwürdig blassrosane enganliegende Hose. Wo ist die Action, der Thrill, die Liebe, der Sinn? In den Postern und Trailern für dieses Drama war davon jedenfalls nichts zu sehen. Also habe ich mich gezwungen die erste Folge zu gucken, Lee Min Ho zu liebe, und war immer noch nicht vollkommen überzeugt. Aber man darf sich davon nicht abschrecken lassen, denn nach den ersten paar Folgen wird man einen Schatz finden, den man nie wieder hergeben will. Die besten Cliffhanger seit es Cliffhanger gibt, eine Liebesgeschichte, die nachvollziehbar und herzzerreißend schön ist, Nebencharakter, die wichtig (!) für die Handlung sind, Lee Min Ho mit Vaterproblemen kämpft für Gerechtigkeit in rosanen Hosen in coolen Actionsequenzen(!!!) und eine Story, die einen in seinen Bann zieht. Zugegebendermaßen war die Logik nicht immer zu Hause (Kann man tollwütige Rottweiler mit einer Hundepfeife beruhigen? Bitte nicht zu Hause nach machen!) aber wer braucht schon Logik wenn man Emotionen bekommen kann? Von einem Drama kann man nicht mehr verlangen als das was City Hunter für einen tut. Achterbahn der Gefühle!

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Eine Antwort to “Jahresrückblick 2011 – Meine Top 10 im K-Dramaland”

  1. Eriinnye 09/02/2012 um 10:56 pm #

    Was sehe ich denn da Mona Lista und I Am The Best … xD
    Naja egal ^^ Zu den Dramen, ich habe auch einen gemacht: http://drama-time.blogspot.com/2011/12/drama-best-of-2011.html der bezieht sich jetzt nur auf die Dramen die 2011 liefen unten sind noch die anderen verlinkt. Wir scheinen doch einen unterschiedliche Favouriten zu haben, obwohl unser Dramageschmack gar nicht so verschieden ist.
    Greatest Love, City Hunter, White Christmas und Me Too, Flower! stehen noch auf meiner Liste, die werde ich sicher noch schauen, zu blöd, dass ich da noch nicht mitsprechen kann ^^ Auf die anderen sollte ich aber auch mal einen Blick werfen
    Ansonsten: 49 Days und Protect The Boss gehört auf jeden Fall rein, ich muss allerdings sagen, dass ich Flower Boy Ramyun Shop gar nicht sooo mega fand, wurde mir viel zu sehr gehypt und ich hatte ziemlich große Erwartungen als ich es am Ende geschaut hab. Fand es nicht immer so gelungen, aber ich wurde trotzdem gut unterhalten.
    Man…. City Hunter, ich sollte es wirklich mal schauen – wieso mach ich das dann nicht? T.T

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